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ERFOLGREICHES BESTEHEN IN EINEM EINZIGARTIGEN MARKT

26 Juli 2017

ERFOLGREICHES BESTEHEN IN EINEM EINZIGARTIGEN MARKT

China gilt seit Jahrzehnten als eines der mächtigsten Länder der Welt – sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht als auch in Bezug auf die Verfügbarkeit von Arbeitskräften in der Fertigungsindustrie. Doch auch China sieht sich aufgrund der Veränderungen der letzten Jahre neuen Herausforderungen gegenüber. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist nicht länger ein Garant für kostengünstige Fertigung. Demografischer Wandel, steigende Pro-Kopf-Einkommen und ein gestiegener Pro-Kopf-Konsum verändern das Bild, das die Welt von diesem einzigartigen Land hat. In Anbetracht dieser Veränderungen stellt sich die Frage: Was gilt es zu beachten, um 2017 geschäftlich in China erfolgreich zu sein?

Teilmärkte

Es ist kein Geheimnis, dass China ein sehr wettbewerbsintensiver Markt ist. Unternehmen, die auf diesem Markt Fuß fassen wollen, benötigen eine robuste Unternehmensstruktur und sehr gute Vorbereitung. Auch wenn China die bevölkerungsreichste Nation der Welt ist, teilt es sich in viele kleine, spezifische Märkte auf, von denen jeder ganz eigene Besonderheiten aufweist. Tatsächlich besteht der chinesische Markt aus unterschiedlichen Teilmärkten, die von extrem divergierenden demografischen, wirtschaftlichen und kulturellen Eigenheiten geprägt sind. So etwas wie den „chinesischen Kunden“ gibt es nicht.

Deshalb ist eine Ausrichtung auf die Masse auf diesem Markt keine erfolgversprechende Strategie. Um auf dem chinesischen Markt bestehen zu können, muss man sich auf die spezifischen Merkmale eines einzelnen Teilmarkts konzentrieren. Aus diesem Grund bedarf es seitens der Unternehmen gründlicher Vorbereitung, höchster Flexibilität sowie einzigartiger Innovationen.

Verstehen Sie Ihre chinesischen Kunden?

Um bei der Masse an Produkten und Kunden in diesem Land nicht unterzugehen, müssen Unternehmen unverwechselbar sein. Wenn man weiß, auf welche Kunden die eigenen Produkte abzielen, weiß man, wen man ansprechen muss – oder besser: wen die Botschaft erreicht. Natürlich gilt das für sämtliche Märkte – für China aber umso mehr. Besonders wichtig, um Teilmärkte zu verstehen und dort Fuß fassen zu können, ist ein lokales Team. Denn wer kennt ihren Markt besser als die Chinesen selbst?

Darüber hinaus wird der Einsatz eines lokalen Teams in China Ihre Kundenbeziehungen stärken und Ihnen helfen, kulturelle Stolperfallen zu umgehen. In China ist Erfolg direkt an starke Beziehungen vor Ort gekoppelt, die sich über die Zeit entwickelt haben. Wenn Ihr Unternehmen also langfristig in China erfolgreich sein will, sollten Sie stets daran denken, dass ein lokales Team der Schlüssel zum Erfolg sein kann.

Quo vadis China?

Die Fertigungsindustrie in China steht vor einem ganz neuen Zeitalter. Vorbei die Zeit zuverlässiger, billiger Handarbeit. Heute setzen erfolgreiche Fertigungsunternehmen in China auf Robottechnik. Die Urbanisierung spielt eine immer größere Rolle und eine neue Generation von Facharbeitern wartet darauf, die Fertigungseffizienz von Unternehmen durch modernste Technik noch weiter zu steigern. Hierzu zählt auch Robotik. Im industriellen Sektor zwingt die zunehmende Knappheit an billigen Arbeitskräften China förmlich dazu, auf Robotik zu setzen. Die Lohnstückkosten in China sind inzwischen auf einem ähnlichen Niveau wie in der westlichen Welt, was es Fertigungsunternehmen, die chinesische Arbeitskräfte beschäftigen, erschwert, Gewinne zu erzielen.

Um ihren Umsatz in chinesischen Fabriken zu maximieren, haben einige große Fertigungsunternehmen begonnen, ihre Werke durch den Einsatz von Robotverpackungsanlagen zu automatisieren. Und diese Investition lohnt sich, besonders in der Fleisch- und Geflügelindustrie. Grund hierfür ist, dass dieser Sektor aufgrund des steigenden Lebensstandards in den vergangenen Jahrzehnten große Veränderungen durchlaufen hat. Wie man bereits in anderen Ländern beobachten konnte, steigt proportional zum Einkommen auch Fleischnachfrage und Konsum.

Schnelle Expansion, und dann...

Die steigende Nachfrage nach Fleisch ging zwischen 2000 und 2010 mit einem exponentiellen Wachstum in der Futtermittelproduktion einher. In diesen zehn Jahren lockte die starke Nachfrage Investoren aus der ganzen Welt an. In der Folge expandierten chinesische Unternehmen rasant und es kam in manchen Industrien zu Überschüssen.

Nach 2010 stand die chinesische Wirtschaft vor neuen Herausforderungen und verlangsamte sich. Die Wachstumsrate des vergangenen Jahrzehnts ließ sich nicht aufrecht erhalten, denn sie brachte ernsthafte Nebenwirkungen mit sich – z. B. Inflation und Umweltprobleme. Die aktuelle Kampagne des Landes „Made in China 2025“ soll dieser Entwicklung nun entgegenwirken und rückt die Qualität des Wachstums und nicht dessen Geschwindigkeit in den Mittelpunkt.

Ein neuer Ansatz

Der neue Ansatz soll das gesamtwirtschaftliche Wachstum fördern und nicht nur das einzelner Industrien begünstigen. Realisiert werden soll dies durch die Reduktion von Überkapazitäten und den Abbau von Lagerbeständen in den meisten Industrien. Um diese neue Wachstumsstrategie voranzutreiben, wird China den Fokus auf industrielle Zentralisierung legen. Das heißt, dass Werke und Hersteller, die kleiner sind bzw. minderwertige Produkte herstellen, langsam von der Bildfläche verschwinden werden, sei es durch Wettbewerb, Übernahmen oder per Verordnung. Letztendlich wird dies zu weniger Fertigungsunternehmen führen, die in größerem Maßstab produzieren.

Ein weiterer wichtiger Faktor, der Einfluss auf Chinas Plan für 2025 hat, sind steigende Arbeitskosten. Junge Arbeitskräfte, die während des Wirtschaftsbooms 2000-2010 aufgewachsen sind, wollen keine Fließbandarbeit verrichten. Zusätzlich zu diesem finanziellen Druck auf die Hersteller kommen verschärfte Arbeitsgesetze, die Arbeitgeber dazu zwingen, ein umfassendes soziales Sicherungssystem bereitzustellen. Die Kombination dieser Faktoren mit der demografischen Entwicklung, nach der die arbeitsfähige Bevölkerung in China überaltert, macht deutlich: Das Zeitalter von „Made in China“ ist vorüber.

Neben der Kampagne „Made in China 2025“ hat China zusätzlich die Kampagne „Industrial 4.0“ ins Leben gerufen. „Industrial 4.0“ soll die Fertigungsqualität durch umweltverträgliche und intelligente Lösungen steigern, die nicht von menschlichem Versagen beeinträchtigt werden. Diese Lösungen sollen „grün“, smart, schlank und integrierbar sein.

Die Kraft der Automatisierung

Auch vor dem Hintergrund all dieser Herausforderungen müssen Unternehmen nachhaltiges Wachstum erzielen, was für Anlagenhersteller große Chancen eröffnet. Der Grund hierfür ist, dass die Qualität ihrer Endprodukte für Kunden immer wichtiger wird. Sie werden also schlanke, integrierte Hochgeschwindigkeitslösungen bevorzugen, um hohe Erträge und einen Mehrwert zu den Herstellungskosten zu generieren. Ein Blick auf den nachstehenden Zeitstrahl zeigt, wie chinesische Hersteller mittels Automatisierung ihr Land vorantreiben wollen.

Premier Tech Chronos in China

Mehr als 12,8 Mio. Tonnen Hühnerfleisch werden jährlich in China konsumiert, was dies zu einem sehr lukrativen Markt macht. Die Produktion solch großer Mengen Eiweiß erfordert Technologien zur Maximierung der Produktion. Daher leistet die Automatisierung einen großen Beitrag zum Erfolg chinesischer Unternehmen. Und die Implementierung von Automatisierungstechnik im Fleisch- und Geflügelsektor ist nur ein Beispiel dafür, wie sich Industrien in China entwickeln und sie macht deutlich, dass auch andere Industrien in naher Zukunft auf Automatisierung setzen werden.

Premier Tech Chronos ist seit 2010 auf dem chinesischen Markt präsent. Durch unser Team in Changshu und starke lokale Partner gewinnen wir wertvolle Einblicke und wissen um die Einzigartigkeit dieses Marktes. Gerne helfen wir auch Ihnen, in China Fuß zu fassen.

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