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4 Mythen über Roboter

3 Mai 2016

4 Mythen über Roboter

Gegner von Robotern argumentieren häufig mit dem Preis und weiteren Bedenken. Solche Argumente beruhen jedoch oft auf unzureichenden Informationen und einer mangelhaften Einschätzung der Anlagenrendite. Hier zeigen wir Ihnen, worauf Sie bei der Abwägung zwischen Pro und Kontra von Robotik achten sollten.

MYTHOS NR. 1 Roboter sind zu teuer

Roboter kosten weniger als noch vor ein paar Jahren und sind mittlerweile für mehr Hersteller erschwinglich als je zuvor. Eine mit Robotern ausgerüstete Produktion läuft 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, nahezu ohne Ausfälle und bringt damit entsprechende Leistungs- und Gewinnzuwächse mit sich. Bei Prozessen mit mehreren SKUs kann eine Automatisierung sogar noch rentabler sein, da ein Roboter mehrere Schritte gleichzeitig ausführen kann. 

MYTHOS NR. 2 Roboter sind unzuverlässig

Robotern wird nachgesagt, sie seien in vielen Branchen unzuverlässig, sei es in der Konsumgüter-, Lebensmittel-, Chemie- oder Futtermittelbranche. Je nach Art des Roboters kann die Zuverlässigkeit auf Grundlage der Anzahl an Produktionsstunden gemessen werden, die vergehen, bis theoretisch ein Fehler auftritt. Diese Berechenbarkeit führt zu einer besseren Planbarkeit der Produktion und der präventiven Wartung. Die Prozesssicherheit wird optimiert, da Roboter darauf ausgelegt sind, selbst unter extremen Bedingungen die höchsten Produktions- und Hygienestandards zu erfüllen.

MYTHOS NR. 3 Die Bedienung von Robotern ist kompliziert

Ein Grund für die hohe Zuverlässigkeit von Robotern ist, dass sich ihre bedienerfreundlichen Schnittstellen auch von nicht hochqualifizierten Anwendern bedienen lassen. Diese Bedienerfreundlichkeit wird durch die Integration von Mensch-Maschinen-Schnittstellen (HMI: "human machine interface“) und einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) noch erhöht, die eine schlanke Automatisierung und damit eine Steigerung der Produktionseffizienz durch Roboter ermöglichen.





MYTHOS NR. 4 Roboter bringen dem Werkspersonal keinerlei Nutzen

Roboteranlagen werden ständig optimiert, um neue Möglichkeiten der Automatisierung von Produktionsanlagen und der Minimierung von Betriebsunfällen zu schaffen. Automatisierung schützt durch verbesserte Sicherheit und Ergonomie nicht nur die Gesundheit der Mitarbeiter, sondern reduziert auch die Gefahr von Unfällen, die durch monotone Bewegungsabläufe verursacht werden, da solche Arbeiten durch Roboter verrichtet werden können. Den Mitarbeitern bleibt damit mehr Zeit für andere Aufgaben in der Wertschöpfungskette, während gleichzeitig die Kosten für arbeitsbedingte Krankheitsfälle sinken und ein Teil der in den Ruhestand tretenden Mitarbeiter nicht durch neue ersetzt werden muss. Und die Arbeitsplätze? Manche Arbeitsplätze mögen zwar mit der Zeit ersetzt werden, Millionen anderer hingegen werden in den Bereichen Maschinenbau, Integration und Programmierung dank der Roboter geschaffen. 


Mehr überzeugende Argumente gefällig? Hier einige weniger unmittelbare Vorteile von Robotern:

- Flexiblere Produktion, da sich die Neuprogrammierung von Robotern für andere Projekte oder die Verwendung unterschiedlicher Programme für verschiedene Produktionsläufe schneller und kostengünstiger umsetzen lässt als die Umschulung von Mitarbeitern.

- Potenzielle Rückstände werden minimiert, da ein Roboter mehrere Arbeitsschritte gleichzeitig erledigen kann.

- Geringerer Platzbedarf, da Roboter in mehreren Konfigurationen betrieben werden können und weniger Platz einnehmen als Menschen.

- Bessere Planbarkeit aufgrund verlässlicher, vorhersehbarer Produktionsleistung


Ein schlagendes Argument für Roboter

Obwohl bei der Entscheidung zur Integration von Robotern in den Herstellungsprozess zwischen den Kosten für die Anlage und dem unmittelbaren Nutzen abgewogen werden muss, sollten auch die indirekten Vorteile von Robotern berücksichtigt werden, um die Anlagenrendite korrekt zu ermitteln. Eine erhöhte Produktivität, eine bessere Einhaltung der Qualitätsvorgaben und ein verbesserter Schutz der Mitarbeitergesundheit: All das kann Automatisierung leisten und damit zu einer höheren Anlagenrendite beitragen.

Die Automatisierung einer Produktionsanlage kann sowohl kurz- als auch langfristig zu erheblichen Einsparungen auf unterschiedlichsten Ebenen führen. Bei der Ermittlung der Anlagenrendite sollte nicht nur Augenmerk auf die kurzfristigen Kosten, sondern auch auf die langfristige Planung und auf die Wettbewerbsvorteile gelegt werden, die ein Unternehmen mithilfe von Automatisierung erlangen kann.

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