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VERDOPPLUNG DER PRODUKTIONSKAPAZITÄT OHNE ZUSÄTZLICHEN PLATZBEDARF

5 Juni 2017

VERDOPPLUNG DER PRODUKTIONSKAPAZITÄT OHNE ZUSÄTZLICHEN PLATZBEDARF

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UNTERNEHMENSPROFIL

Die TW Garner Food Company mit Hauptsitz in Winston-Salem, im US-Bundesstaat North Carolina, ist berühmt für ihre Texas Pete® Hot Sauce, der am dritthäufigsten verkauften Chilisauce in den USA. Gegründet wurde das Unternehmen 1929 als Hersteller von Barbecue-Saucen. Heute verkauft es unter der Marke Texas Pete® ein komplettes Sortiment an Chilisaucen, Chicken Wing Saucen und Saucen für Fischgerichte und Meeresfrüchte sowie unter der Marke CHA! by Texas Pete® Sriracha-Sauce und unter der Marke Green Mountain Gringo® Salsa und Tortilla-Streifen. Die Produkte von TW werden in den gesamten USA in Supermärkten, speziellen Shops für Angehörige des Militärs, Lebensmittelgeschäften und Restaurants vertrieben. Das Unternehmen befindet sich bereits in vierter Generation in Familienbesitz.


NEUES FLASCHENDESIGN VERURSACHT PROBLEME 

TW Garner ist seit jeher offen für das Feedback seiner Kunden. Eine Verbesserung, über die das Unternehmen schon längere Zeit nachgedacht hatte, war die Vergrößerung der Flaschenöffnung bei allen Flaschengrößen (6 oz., 12 oz., 32 oz.) auf 28 mm, damit die jeweilige Sauce leichter herausfließen kann. Damit kam es dem vielfach geäußerten Wunsch seiner Kunden aus der Gastronomiebranche nach.

Diese Formänderung machte jedoch auch neue Anlagen erforderlich. TW Garner hatte seinen derzeitigen Standort gerade um Lager- und Vertriebsflächen vergrößert und daher kein großes Interesse daran, mehr Platz für neue Anlagen zu schaffen. Gleichzeitig wollte das Unternehmen seine Kapazität ausbauen und mehr Flaschen abfüllen, ohne dabei mehr Platz zu benötigen. Eddie Martin, Steuerungsingenieur und Automatisierungsspezialist bei TW Garner, wünschte sich außerdem ein höheres Automatisierungsniveau, denn das Unternehmen hatte bereits seine Automatisierungsschwelle erreicht.

Diese Liste an Anforderungen war bereits Herausforderung genug, doch es gab noch weitere Probleme: Die neuen Flaschen lagen TW Garner noch nicht vor, was jedoch eine Voraussetzung für die Konstruktion von Anlagen für die neue Produktionsstrecke war.

„So möchte man ein Projekt nicht abwickeln“, so Gerald Lambert, Executive Vice President für den Geschäftsbetrieb.


KEINE FLASCHEN? KEIN PROBLEM!

Der Projektmanager von Premier Tech Chronos nahm das alles jedoch gelassen und vermittelte Gerald Lambert das sichere Gefühl, dass er die ganze Last des Projekts nicht alleine tragen müsse. 

Obwohl noch kein physisches Produkt existierte (die Flaschen waren erst zwei oder drei Monate nach Beginn der Entwicklungsphase verfügbar), konstruierte Premier Tech Chronos die Anlage auf Basis von Zeichnungen und Entwürfen von TW Garner.

Zunächst wurde ein Palettierer auf einer kleineren Verpackungsstraße installiert. „Das funktionierte wirklich gut“, erklärt Gerald Lambert, „abgesehen von ein paar kleineren Problemen. Die Technologie war einfach zu bedienen.“ Nach dem erfolgreichen Start des ersten Roboters installierte TW Garner vier weitere in einer anderen Produktionsstraße: zwei Roboter-Depalettierer, einen Roboter-Traypacker und einen Roboter-Palettierer.


ERSTKLASSIGE INSTALLATION UND HERVORRAGENDER KUNDENSUPPORT

Die Umstellung auf Roboterbetrieb und die Installation von fünf Robotern ist kein leichtes Unterfangen. Der gesamte Prozess steht und fällt mit dem Kundenfeedback. Premier Tech Chronos wusste, wie man auf dieses Feedback reagiert und die Fragen aus dem Team von TW Garner beantwortet. Das Ergebnis sind Produktionsstraßen, die die Erwartungen von TW Garner erfüllten. 

Da es sich bei der Fertigung um einen komplexen Prozess handelt, in den viele Menschen involviert sind, tauchen auch immer wieder Probleme auf. Eine gute Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Unternehmen ist daher von entscheidender Bedeutung. Gerald Lambert erklärt, Premier Tech Chronos hätte nie dem Glashersteller die Schuld zugewiesen oder gesagt, es läge am Karton, wenn ein Problem bei der Tray-Verpackung auftrat, oder dass das Problem durch die Schrumpffolienbündelung verursacht würde. Sie lösten das Problem einfach.

„Wenn es ein Problem mit der Anlage oder der Geschwindigkeit gab oder sonstige Schwierigkeiten auftraten, konnte ich immer guten Gewissens darauf vertrauen, dass Premier Tech das Problem lösen würde“, erklärt Gerald Lambert. 

Premier Tech Chronos half TW Garner nicht nur während des Projekts bei der Problemlösung, sondern auch noch danach.

„Die Kundenbetreuung bei Premier Tech ist wirklich hervorragend“, sagt Gerald Lambert. „In diesem Punkt sind sie einzigartig. Ich kann nicht behaupten, dass ich das so von den anderen Anlagen, die zu meiner Produktionsstraße gehören, kenne.“

Eddie Martin pflichtet ihm bei: „Sobald man jemanden am Telefon hat, hört derjenige sehr geduldig zu. Die Kundendienstmitarbeiter sind außerordentlich hilfsbereit und auch die Nachbetreuung ist unglaublich. Einen solch guten Service ist man schon fast gar nicht mehr gewohnt.“

„Ich bin kein Programmierer“, erklärt Gerald Lambert. „Ich weiß nur, wie ich Probleme einzeln abarbeite, wenn sie auftreten. Bei einem Problem, das ich selbst nicht lösen kann, weiß ich, dass ich auf einen zuverlässigen Kundensupport zurückgreifen kann, der mich unterstützt.“


DAS ENDERGEBNIS: AUS EINEM ROBOTER WERDEN FÜNF 

Letztendlich wurden fünf Roboter installiert. TW Garner benötigte für die neuen Anlagen nicht nur keinen zusätzlichen Platz, sondern konnte die Fertigungskapazität für das Flagschiffprodukt, die 12oz-Flasche, auch auf 150.000 Flaschen pro Tag erhöhen. Darüber hinaus kann das Unternehmen nun bis zu 250.000 6oz-Flaschen abfüllen.

Gerald Lambert war außerdem sehr zufrieden mit dem Design der Roboter. Die Ausführung des Endeffektors bezeichnete er als „das Beste vom Besten“. Er lobte außerdem, wie einfach und unkompliziert TW Garner Änderungen am Produktionsablauf vornehmen kann: Durch die Robotertechnologie können Endeffektoren einfach und effizient verändert, Strecken zum Pick-and-Place umgestaltet und die Depalettierung zwischen verschiedenen Flaschengrößen angepasst werden.

„Man ändert einfach ein Rezept“, sagt Gerald Lambert. „Die Umstellung von einem Produkt auf ein anderes ist so viel einfacher und effizienter geworden.“

Gerald Lambert erklärt, dass für den Return on Investment im Allgemeinen ein Maßstab von zwei bis drei Jahren gilt. TW Garner hatte einen ROI von nur zwei Jahren erzielt. Die verbesserten Produktionsstraßen waren leistungsstärker und ermöglichten TW Garner Foods weitere Einsparungen durch den Wechsel der Abstapelstation. Zuletzt stellte Gerald Lambert noch Folgendes heraus: Premier Tech Chronos war bis zum Schluss in das Projekt involviert – selbst nachdem der Verkauf längst abgeschlossen war. Auch nach Abwicklung stand der herausragende Kundenservice jederzeit zur Verfügung und löste Probleme oder gab Auskunft, wann immer TW Garner anrief.

„Es gab immaterielle Vorteile, die erst nach dem Vertragsabschluss offensichtlich wurden“, sagt Gerald Lambert. „Ich würde Premier Tech jedem Unternehmen empfehlen, das an einer Investition in Robotertechnologien und an deren Ausbau interessiert ist.“

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