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9 FAKTOREN, AUF DIE SIE BEI DER AUSWAHL EINER BALLENPRESSE ACHTEN SOLLTEN

18 August 2016

9 FAKTOREN, AUF DIE SIE BEI DER AUSWAHL EINER BALLENPRESSE ACHTEN SOLLTEN

Wie bei jeder anderen Verpackungsanlage sind auch bei der Anschaffung einer neuen Kompressionsabsackanlage einige Faktoren zu berücksichtigen.

1. Materialtyp

Beginnen Sie mit der Festlegung des Materials, das Sie verarbeiten müssen. Jedes Produkt hat ganz bestimmte Eigenschaften und reagiert unterschiedlich auf Kompression. Diese Information kann sehr nützlich sein, um zu entscheiden, ob Sie eine vertikale oder horizontale Ballenpresse, eine Form-, Befüll- und Verschließanlage (FFS) oder eine Ballenpresse mit vier Stationen benötigen.

Material, dass eine starke Rückfederung aufweist (Tendenz, in die ursprüngliche Form zurückzukehren), wie beispielsweise Torfmoos, lässt sich in einer vertikalen Ballenpresse leichter zusammenpressen. Horizontale Ballenpressen erfordern einen gewissen Zusammenhalt zwischen den Fasern, wie etwa bei Holz oder Zellulose.

Für Materialien, die sich schwerer zusammenpressen lassen, benötigen Sie unter Umständen eine Ballenpresse mit einer hohen Kompressionskraft, Doppelkompression oder Stabilisierungszeit. Bedenken Sie, dass eine Form-, Befüll- und Verschließanlage behutsamer mit dem Material umgeht, als eine Ballenpresse mit vier Stationen.

2. Verpackungsart

Die Frage, ob Sie Material in vorgefertigte Säcke oder Säcke aus Endlosfolie abfüllen, ist maßgeblich für die Art der benötigten Ballenpresse. Endlosfolie ist ein wirtschaftliches Verpackungsmaterial für die langfristige Verarbeitung einer Sackgröße. Die vorgefertigten Säcke einer Ballenpresse mit vier Stationen lassen sich dagegen leichter und schneller wechseln/nachfüllen als die Folienrolle einer FFS-Anlage.

Wenn Sie mehr als eine Ballengröße verarbeiten, sollten Sie eine Ballenpresse mit einfacher und schneller Anpassung der Sackgröße wählen. Einige Ballenpressen ermöglichen einen einfacheren Wechsel als andere und mit manchen lässt sich auch nur eine Sackgröße verarbeiten.

3. Fertigungskapazität

Machen Sie sich Gedanken darüber, welche Durchsatzrate Sie erreichen möchten. Obwohl die Durchsatzrate je nach Ballenpresse variiert, wird sie hauptsächlich von der Art des Materials und der Verpackungsgröße beeinflusst. Schwer komprimierbare Materialien und größere Säcke benötigen eine längere Zykluszeit und führen damit zu einer niedrigeren Durchsatzrate, unabhängig davon, für welche Ballenpresse Sie sich entscheiden.

4. Robustheit der Maschine

Je nachdem, welches Material Sie verarbeiten und welche Arbeitsbedingungen in Ihrer Fabrik herrschen (sehr staubige Umgebung, niedrigere Temperaturen, lange Fertigungszeiten), benötigen Sie unter Umständen hochrobuste Anlagen. Stellen Sie sicher, dass die Ballenpresse auf Ihr Material und Ihre Umgebung ausgelegt und zugeschnitten ist. Einige Maschinen, wie beispielsweise eine Ballenpresse mit vier Stationen, sind auf eine 24-Stunden-Produktion und schwer komprimierbare Materialien ausgelegt.

5. Bedienersicherheit

Bedienersicherheit hat natürlich oberste Priorität und so ist es besonders wichtig, die in der Anlage enthaltenen Sicherheitsvorrichtungen zu kennen. Einige Lieferanten legen auf diesen Aspekt mehr Wert als andere. Sie sollten in Ihrer Auswahl nur Maschinen berücksichtigen, die mit Sicherheitszäunen, verriegelbaren Türen und Bewegungssensoren, die die Maschine anhalten, sobald der Gefahrenbereich betreten wird, ausgerüstet sind. Verletzungen können für ein Unternehmen zu hohen Kosten führen. Eine sichere Anlage reduziert diese Kosten auf ein Minimum.

6. Verfügbarer Platz

Eine Kompressionsabsackanlage ist für gewöhnlich größer als die meisten anderen Absacker. Bei der Auswahl der Absackanlage sollten Sie deshalb unbedingt den in Ihrer Fabrik verfügbaren Platz berücksichtigen. Horizontale Ballenpressen benötigen mehr Standfläche, während vertikale Ballenpressen aufgrund ihrer Höhe mehr Platz nach oben benötigen.

7. Budget

Eines ist natürlich klar: Alles steht und fällt mit Ihrem Budget. Es mag zwar wie eine Rieseninvestition erscheinen, doch die Anschaffung einer neuen Anlage kann Ihre Produktivität erhöhen und bessere Ergebnisse mit weniger Wartungsaufwand liefern. Die Berechnung der Anlagenrendite ist ein wichtiger Faktor und gibt Auskunft darüber, wann sich Ihre Investition amortisiert.

8. Kundendienst und Service vor Ort

Halten Sie Ausschau nach einem Lieferanten, der eine langfristige Beziehung zu Ihnen aufbaut und über eine Niederlassung oder ein Kundendienst-Team in Ihrer Nähe verfügt. Dies kann entscheidend sein, wenn Sie schnell technische Hilfe oder Ersatzteile benötigen. Wählen Sie einen Lieferanten, der immer auf der Suche nach neuen Technologien ist, mit denen Sie Ihre Anlage aufrüsten können, ohne zwangsläufig eine neue anschaffen zu müssen.

9. Erfahrener Lieferant

Verfügt Ihr Lieferant über Erfahrung in der Branche? Ist dieses Unternehmen eine Referenz in der Branche? Holen Sie Meinungen und Erfahrungen über den von Ihnen ins Auge gefassten Lieferanten ein. Es ist ratsam, einen Lieferanten zu wählen, der in der Vergangenheit Kunden hatte, die ein ähnliches Produkt verarbeiten oder vor den gleichen Herausforderungen wie Sie stehen.

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